UnternehmenPersonenverkehrGüterverkehrInfrastrukturFahrpläneReise-CenterIhre Meinung

Rheinzeitung vom 09.08.2007

Arbeitsplätze werden gesichert

Selterser Firma setzt mit reaktivierter Strecke weiter auf Bahngüterverkehr

SELTERS. "Sie werden Zeuge der Wiederbelegung einer Schienenstrecke!" Udo Schütz, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Schütz, konnte seinem Bekenntnis zum Schienen-Güter-Verkehr einen Baustein hinzufügen. In seinem Hause begrüßte er Vertreter von Westerwaldbahn, Railion Deutschland und DB Netz zu einer "historischen" Vertragsunterzeichnung.
Die Bahnstrecke Raubach-Selters wird reaktiviert und die Westerwaldbahn wird die Güterkunden zwischen Betzdorf und Siershahn bedienen. Zu den zahlreichen Gästen der öffentlichen Unterzeichnung gehörten auch Kommunalpolitiker der drei anliegenden Landkreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwald und der Verbands- gemeinden. "Viele Hindernisse waren zu beseitigen", erinnerte sich Schütz und lobte die Beharrlichkeit der Westerwaldbahn bei der Verwirklichung der Reaktivierung, die für Segler und Unternehmer Schütz ein wichtiger Schritt ist, "in der Bugwelle der Wirtschaft zu bleiben!" Schütz hat mit mehr als 2000 Beschäftigten einen konsolidierten Jahresumsatz von 600 Millionen Euro. Horst Klein, Geschäftsführer der Westerwaldbahn, würdigte den "historischen Tag", an dem eine stillgelegte Bahnstrecke für Güterverkehr reaktiviert wird: "Das ist der Grundstein für wachsenden Schienenverkehr in der Region." Klein dankte dem Land und den Kommunen für die Unterstützung und lobte das Engagement des Schütz-Mitarbeiters Winfried Heibel: "Der hat manchen Knoten durchgeschlagen." Staatssekretär Günter Eymael vom rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium betrachtete die Vertragsunterzeichnung als richtungsweisendes Signal: "Die Bahntransporte zur Firma Schütz werden verkürzt, sie ersparen der Straße mehr als 5000 Lkw-Fahrten im Jahr, schützen die Umwelt und sichern die Arbeitsplätze bei Schütz, einem der bedeutenden Arbeitgeber der Region." "Die Reaktivierung ist gut", findet auch der Westerwälder Kreisbeigeordnete Kurt Schüler: "Zwischen den Ballungsräumen Rhein-Main und Rhein-Ruhr brauchen wir neben guten Straßen auch die Bahn." Die drei Anliegerkreise beteiligen sich finanziell an der Reaktivierung (Westerwald 30 000 Euro, Neuwied 15 000 Euro und der Kreis Altenkirchen, Eigner der Westerwaldbahn, 5000 Euro). "Die Kooperation mit der Westerwaldbahn ist ein Beispiel dafür, wie man Schienenverkehr wirtschaftlich darstellen kann, um Kunden marktgerechte Angebote zu unterbreiten", so Brecht Günther, Leiter des Cargo Zentrums Hagen von Railion Deutschland: Komplette Züge werden durch Railion im Schienenfernverkehr von verschiedenen Stahlwerken nach Betzdorf gefahren und von dort von der Westerwaldbahn zum Empfänger gebracht. "Das wird bestimmt eine gute Sache," ist auch Benjamin Schmidt überzeugt, der Leiter Regionale Netze von der Niederlassung Mitte der DB-Netz in Frankfurt. Er wünschte, wie alle Gäste bei der Vertragsunterzeichnung, der Westerwaldbahn und der Firma Schütz viel Erfolg.




LinksPressearchivKontaktImpressumSitemap