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Rheinzeitung vom 21.05.2005

Durchbruch mit einer Lok

Westerwaldbahn verstand es, die Einweihung ihres neuen Betriebshofes
wirkungsvoll zu inszenieren

Großer Bahnhof für den neuen Betriebshof der Westerwaldbahn. über 200 Gäste feierten
die Einweihung auf der Bindweide.

BINDWEIDE. Der Clou kam zum Schluss: Eine dicke Lok durchbrach die mit Papier verhängte Einfahrt zum neuen Unterflurstand und sagte den dort Feiernden "guten Tag" Westerwaldbahn wusste die Einweihung ihres neuen Betriebshofes gestern wirkungsvoll zu inszenieren!
über 200 geladene Gäste begrüßte Geschäftsführer Horst Klein zu dem Ereignis, mit dem die WEBA ein neues Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte aufschlug. Weder Kosten noch Termine sind in gut zweijähriger Bauzeit aus dem Ruder gelaufen. Klein betonte aber auch, dass die Verwirklichung nur mit Unterstützung des Landes möglich war. Als "wichtigen Meilenstein" in der erfolgreichen Entwicklung der WEBA und wohl größtes Einzelprojekt in ihrer Geschichte bezeichnete Verkehrsminister Hans-Artur Bauckhage das gelungene Vorhaben. Es war notwendig geworden, da sich mit stark erweiterten Geschäftsfeldern der WEBA über die Landesgrenzen hinaus der Fuhrpark ständig vergrößerte und die alte Wartungs-Anlage von 1930 nicht mehr ausreichte.

"Gut in Fahrt gekommen"
Bauckhage signalisierte zudem, dass das Land die Investitionen absichern wird, die für die geplante übernahme der Strecke Altenkirchen-Selters für den Schienengüterverkehr notwendig sind – ein Vorhaben, an dem sich die Kreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwald finanziell beteiligen wollen. So werde eine für den Westerwald wichtige Infrastrukturmaßnahme gemeinsam geschultert.
Die WEBA aber unterstreiche mit dem geplanten Projekt einmal mehr ihre Kompetenz als regional verankertes Eisenbahnunternehmen, das ein Stück Zukunftssicherung für den Westerwaldraum leiste: "Die WEBA ist gut in Fahrt gekommen!" Landrat Dr. Alfred Beth sieht im neuen Betriebshof – den der Kreis mit Bürgschaft und Aktiendividenden unterstützte – auch für den Kreis als Eigentümer einen wichtigen Meilenstein. Nun könne die WEBA mit Augenmaß neue Ziele angehen. Denn: "Die geschätzte Tochter sollte nicht an der Nabelschnur der Mutter hängen bleiben und selbst mit ihren Partnern neue geschäftspolitische Weichen in die Zukunft stellen." Den Minister erinnerte Beth, dass der Straßen-Ausbau genauso wichtig wie die Eisenbahn sei.
1. Kreisbeigeordneter Ottmar Haardt als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung sieht mit der Investition in den Betriebshof ein Zeichen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens gesetzt: "Die GmbH ist für die nächsten Jahre gut aufgestellt und wird sich mit motivierter Mannschaft und ihren Partnern am Markt behaupten."
WEBA-Betriebsratsvorsitzender Markus Schuster hob hervor, durch die Investition seien Arbeitsplätze in der Region gesichert, optimale Vorraussetzungen für die Mitarbeiter und Möglichkeiten zur Ausbildung geschaffen worden. Für Architekt Hans-Georg Brass war es "eine große Herausforderung und nicht alltägliche Aufgabe" gewesen, den Betriebshof zu planen – symbolisch überreichte er den Schlüssel hierfür, bevor die Pfarrer Rudolf Reuschenbach und Heinz-Günther Brinken das Gebäude einsegneten. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Duo "Stagelight" und dem MGV Steinebach. Beim Tag der offenen Tür am morgigen Sonntag hat die Bevölkerung von 10 bis 18 Uhr Gelegenheit, den Betriebshof kennen zu lernen.

(est)




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