UnternehmenPersonenverkehrGüterverkehrInfrastrukturFahrpläneReise-CenterIhre Meinung

Rheinzeitung vom 02.06.2008

Bahnhofsumfeld in neuem Glanz

Großes Eröffnungsfest in Altenkirchen zum Abschluss der zweijährigen Bauarbeiten - Projekt kostete 2,8 Millionen Euro

Fahrten in der Dampflok mit historischen Reisewagen, Live-Musik auf der RPR1-Showbühne, dazu jede Menge Kinderunterhaltung und Sonnenschein - das gestrige Bahnhofsfest in Altenkirchen hatte eine Menge zu bieten.

ALTENKIRCHEN. Politiker, die sich versammeln, um das symbolische Band zu zerschneiden - dieses oft gesehene Bild war den Veranstaltern des Altenkirchener Bahnhofsfestes zu abgedroschen. Deshalb ließen sie sich etwas Neues einfallen, das wesentlich besser zum Anlass passte: Ein Bus durchfuhr das Eröffnungsband und mitfahren durfte jeder, der wollte. Ein Bild mit Symbolcharakter, denn schließlich soll auch das nunmehr optisch attraktive Bahnhofsumfeld ein Gewinn für alle sein.

Rund 2,8 Millionen Euro kostete der neue Busbahnhof, 1,7 Millionen kamen laut Verkehrsminister Hendrik Hering vom Land. Um den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der Kreisstadt zu verbessern, wurden sieben Bushaltestellen direkt am Bahnsteig geschaffen. Zudem gibt es 58 Park&Ride-Plätze. Bus und Bahn wurden räumlich nahezu optimal vernetzt, freute sich nicht nur Stadtbürgermeister Heijo Höfer.

Ein Bahnhofsgelände mit Aufenthaltsflächen für Menschen und Einkaufsmöglichkeiten in fußläufiger Entfernung, all das soll der neu gestaltete Bereich in der Kreisstadt bieten. Auch Hendrik Hering fand lobende Worte: Der Bahnhof mache einen guten Eindruck auf Gäste, die zum ersten Mal nach Altenkirchen kommen, um zum Beispiel den neuen Westerwaldsteig zu erwandern. "Das war in der Vergangenheit verbesserungswürdig."

Der Altenkirchener Bahnhof ist nach Angaben des Ministers einer von mehr als 170 in Rheinland-Pfalz, die seit 1994 modernisiert wurden. Etwa 130 Bahnhöfe sollen noch folgen. "Inzwischen nutzen doppelt so viele Menschen im Land den Schienenpersonennahverkehr wie vor zehn Jahren", freute sich Hering. Weitere Projekte im Landkreis Altenkirchen seien nun zeitnah anzupacken, damit unter anderem auch die Zuwegung zur Autobahn besser werde. Einzeln aufzählen mochte der Minister die dringlichsten Maßnahmen indes nicht - es solle nachher nicht heißen, er habe ein wichtiges Projekt vergessen.

Für Aufsehen beim Bahnhofsfest, das maßgeblich von den Verwaltungsmitarbeitern Jürgen Kolb und Cornelia Obenauer organisiert worden war, sorgte vor allem die Dampflok, die zwischen Altenkirchen, Neitersen, Puderbach und Raubach pendelte. In der benachbarten Verbandsgemeinde erwartete die Fahrgäste ein Mittelalterfest auf Burg Reichenstein. Eine geführte Radtour brachte weitere Gäste dorthin.

Aber auch rund um den Bahnhof war was los: Live-Musik und Reiseberichte von der Abenteuererin Kim Gronemeier gab es auf der RPR1-Showbühne, moderiert von Reiner Meutsch. Vor dem Postgebäude stellte sich die neue Jugendkunstschule mit einer Kreativwerkstatt vor. Zudem konnten sich die Kinder auf einer Hüpfburg vergnügen. An mehreren Ständen wurde über den ÖPNV informiert, eine Fotoausstellung zeigte die Entwicklung des Bahnhofs. Nicht zuletzt gab es reichlich Auswahl an Getränke- und Imbissständen.

Thorsten Ferdinand


Alte Dampflok war die Attraktion beim Bahnhofsfest
Wann immer die alte Dampflok (Baujahr 1943) der Betzdorfer Eisenbahnfreunde in den Altenkirchener Bahnhof einfuhr, drängten sich die Massen am Bahnsteig. Die Fahrten mit dem historischen Zug waren die Attraktion beim gestrigen Bahnhofsfest in der Kreisstadt. Tausende feierten bei herrlichem Frühsommerwetter die offizielle Einweihung des neu gestalteten Bahnhofsumfelds nach rund zweijähriger Bauzeit. Für musikalische Unterhaltung war dank der RPR1-Showbühne ebenfalls gesorgt. Foto: Gerd Asmussen




LinksPressearchivKontaktImpressumSitemap